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Was steckt hinter dem neuen Biogena Design?

Infobroschüre zum Biogena Design

 

Meridiane im Fluss

28. November 2016, Birgit Oswald, Leben

Aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) durchziehen den menschlichen Körper zwölf Leitbahnen, welche die Lebensenergie – das sogenannte Qi (japanisch Ki) – durch unseren Körper lenken und unsere Organe energetisch versorgen. Jede dieser Kraftlinien, die als Meridiane bezeichnet werden, ist einem Funktionskreis und somit auch einem der fünf Elemente zugeordnet. Der freie Fluss der Lebensenergie Qi ist für Gesundheit und Vitalität unentbehrlich. Neben einem typgerechten Lebens- und Ernährungsstil, Kräutern, Akkupunktur, Qigong & Tai-Chi, Tuina-Massage und Moxibustion kann dieser Energiefluss auch durch spezielle Meridian-Dehnungen aus dem japanischen Shiatsu namens Makko-Ho spürbar optimiert werden. Bei korrekter und regelmäßiger Durchführung lösen sich Blockaden an den Energieleitbahnen, energetische Disharmonien werden ausgeglichen und das Wohlbefinden steigt.

Herbstzeit ist Metall-Zeit

Im Herbst regiert das Element Metall mit seinem zugeordneten Funktionskreis Lunge und den zugehörigen Meridianen Lunge und Dickdarm. Das Metall-Element hat eine ordnende Funktion und sorgt für Klarheit, Struktur und Abgrenzung zur Außenwelt. Dieser Wandlungsphase wird das Gefühl der Trauer zugeordnet. Und wer kennt es nicht? Werden die Tage dunkler und nebeliger, trübt sich auch die Stimmung bis hin zum sogenannten Herbstblues.

Schutzschild Lunge

Im Funktionskreis Lunge wird Wei-Qi gebildet, ein Abwehrsystem, das uns vor äußeren Einflüssen schützt. Ist der Funktionskreis Lunge in Harmonie, so ist auch die Abwehrkraftstark. Ist das Abwehr-Qi geschwächt, sind wir anfälliger für Erkältungskrankheiten. Vor allem der dem Herbst zugeordnete klimatische Faktor Trockenheit setzt diesem Funktionskreis zu. Da sich die Lunge zur Nase öffnet, kann sich eingeschwächter Energiefluss gerade in der kalten Jahreszeit durch Schnupfen oder eine trockene Nasenschleimhaut äußern. Trockene Haut und Lippen sowie Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen oder die für den Herbst typischen Störungen im Bereich der Atmungsorgane treten ebenso als Folge einer geschwächten Lungenenergie auf.

Die Lunge nähren

Ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Herbstluft sowie eine wärmende und befeuchtende Kost stärken den Funktionskreis Lunge. Ein warmes Reisbrei-Frühstück mit Mandeln, kräftigende Suppen oder Eintöpfe sind Balsam für das Atmungsorgan. Auch Birnen-Kompott gilt in der TCM als wahres Lungentonikum. Den kalten Einflüssen von außen können heimische Scharfmacher wie Kren und Rettich entgegengenwirken. Auf Milch und Joghurt sollte in der kalten Jahreszeit verzichtet werden, da diese Lebensmittel energetisch kühlend und verschleimend wirken. Vollständigen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Panorama lesen 

Makko-Ho-Übungen für Herbst und Winter

1. HERBST: Lunge & Dickdarm (Metall-Element) 

Meridian Übung Lungenmeridian  Meridian Übung Lungemeridian 2

Stellen Sie sich etwa schulterbreit hin und nehmen Sie eine aufrechte Position ein. Die Zehenspitzen zeigen nach vorne, die Füße stehen parallel. Führen Sie die Arme hinter den Körper und verhaken Sie die Daumen miteinander. Öffnen Sie den Brustkorb und genießen Sie einen tiefen Atemzug. Beugen Sie sich beimAusatmen nach vorne hinab und lassen Sie den Kopf hängen. Lassen Sie die gestreckten Arme so weit wie möglich über den Kopf nach vorn wandern, die Zeigefinger nach oben ragen. Bleiben Sie wenn möglich drei Atemzüge lang in dieser Position. Spüren Sie die Weite und Offenheit.

Effekt: Die Übung dehnt den Lungen- und Dickdarmmeridian und stärkt das Abwehr-Qi. Für Menschen, die einer sitzenden Tätigkeit im Büro nachgehen, ist diese Übung besonders geeignet. Da die Lunge Feuchtigkeit liebt, verstärkt sich der Effekt, wenn Sie die Übung an der frischen Waldluft (siehe S. 14), am Meer, Fluss oder an einemWasserfall (siehe S. 10) durchführen.

2. WINTER: Blase & Niere (Wasser-Element)

Meridian Übung Nierenmeridian  Meridian Übung Nierenmeridian 2

Kommen Sie in den Langsitz. Die Beine sind nach vorne gestreckt, die Zehen schauen nach oben, die Fersen berühren sich. Strecken Sie die Arme über den Kopf nach oben und verschränken Sie die Finger so, dass die Handflächen zum Himmel zeigen. Führen Sie nun die Arme und den Oberkörper ganz langsam in Richtung Zehen, sodass Sie eine leichte Dehnung spüren. Achten Sie darauf, dass Sie den Rücken nicht überdehnen. Lassen Sie sich mit jedem Atemzug sanft etwas mehr nach vorne sinken, ohne Ihre natürliche Grenze zu überschreiten. Genießen Sie die sanfte Dehnung.

Effekt: Die Dehnung des Blasen- und des Nierenmeridians beruhigt vor allem das Nervensystem. Damit ist die Übung ideal bei Unruhezuständen, bei Nervosität, Ängsten oder Einschlafproblemen.