L-Glutamin

Glutamin als eine der nichtessenziellen Aminosäuren wird vom Körper selbst gebildet. Auch in Nahrungsmitteln ist L-Glutamin enthalten. Nicht immer reichen jedoch beide Wege aus, um den Glutaminspiegel auf einem notwendigen Level zu halten.

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Baustein für Stoffwechsel und Wasserhaushalt

L-Glutamin ist eine für den Menschen nicht-essentielle Aminosäure, welche erstmals 1877 beschrieben wurde. In besonderen Lebenssituationen kann eine erhöhte Aufnahme von L-Glutamin notwendig sein. Anstrengendes sportliches Training, Stress, Infektionen und andere besondere Lebensumstände verbrauchen oft mehr dieser Aminosäure, als aufgefüllt werden kann.

Proteinogen Aminosäure für den Stoffwechsel

Der deutsche Chemiker Ernst Schulze beschrieb bereits 1877 L-Glutamin. Die Aminosäure findet sich im Blutplasma. Dort stellt sie mit rund 20 % den Hauptbestandteil der freien Aminosäuren dar. Die höchste Konzentration ist jedoch in den Muskelzellen nachgewiesen. L-Glutamin ist wichtig, um die Wassereinlagerung in den Zellen zu regulieren, bei großer körperlicher Beanspruchung bewirkt es die Vergrößerung des Zellvolumens. Es ist proteinogen und deshalb für die Synthese vieler eiweißartiger Stoffe unerlässlich. Der Stoffwechsel aller Lebewesen ist auf Glutamin angewiesen. 

L-Glutamin aus der Nahrung

Zusätzlich zum körpereigenen Glutamin nehmen wir aus einer ausgewogenen Ernährung diese wertvolle Aminosäure auf. Täglich etwa 5 bis 10 Gramm holen wir uns aus Lebensmitteln.

Neben den im Kasten gelisteten Lebensmitteln enthalten Mungobohnen, Hammelfleisch, Schweinefleisch, Quark und Joghurt ebenfalls beachtliche Mengen der nichtessenziellen Aminosäure L-Glutamin.

L-Glutamin in Lebensmitteln

Besonders glutaminreich und deshalb nicht nur bei Fitnessfans und Sportlern beliebt sind:

Lebensmittel      Glutamin (mg/100 g)
Käse                   3050–8100
Sojabohnen       6490
Erdnüsse           5630
Dinkelmehl        5170
Linsen                4490
Rindfleisch        4130
Weizenmehl      4080
Magerquark      2878

Unterschied L-Glutamin und Glutamat

Glutamat ist vor allem aus der asiatischen Küche und Fertigsuppen und -soßen bekannt. Hierbei handelt es sich um Salze aus der mit dem L-Glutamin eng verwandten Glutaminsäure, die sich stofflich von dieser unterscheiden. Als Lebensmittelzusatz muss Glutamat gekennzeichnet sein. 

Mehrbedarf in besonderen Lebenssituationen

Obwohl durch eine überlegte Nahrungsaufnahme die Chancen gutstehen, den Körper mit dem notwendigen L-Glutamin zu versorgen, reicht die aufgenommene und selbst produzierte Menge nicht immer aus. Bestimmte Phasen und Lebensgewohnheiten wie 

  • Krankheit
  • Infektionen
  • Operationen
  • Unfälle
  • Stress
  • psychische Belastungen

sind nicht nur nicht nur Vitamin- und Mineralstoffräuber, mit ihnen geht vielfach auch ein erhöhter Bedarf bzw. ein Absinken des Glutaminspiegels einher.

L-Glutamin und Sport

Ebenso können exzessives Muskelaufbautraining und Leistungssport einen niedrigeren Glutaminspiegel verursachen. Nach intensivem Training wird zuerst das im Muskel enthaltene Glutamin freigesetzt, damit die Glutaminkonzentration im Blut wiederhergestellt wird. Das kann zu einer Reduzierung der Muskelmasse führen.

Je nach Einwirkung dieser außergewöhnlichen Zustände auf den Körper kann sich der Glutaminspiegel auf rund die Hälfte des normalen Spiegels verringern. Die Glutaminsynthese wird jedoch nicht reaktiv gesteigert. Eine Supplementierung kann wesentlich dazu beitragen, dass dies entweder gar nicht erst eintritt oder schneller wieder ausgeglichen wird.

L-Glutamin und Ernährung

Strenge Reduktionsdiäten, aber auch vegane Ernährung können einen Mangel an L-Glutamin verursachen. Bei Ernährung, die der Gewichtsabnahme dienen soll, wird vielfach auf Glutaminlieferanten wie Käse und Nüsse verzichtet. So werden zwar Kalorien eingespart, die Versorgung mit lebensnotwendigen Proteinen und somit mit L-Glutamin könnte aber gefährdet sein.

Vegane Ernährung

Ernähren sich Veganer mit einem durchdachten Speiseplan, ist in der Regel auch die notwendige Proteinaufnahme gewährleistet. Kommen aber zum Verzicht auf tierische Produkte noch Überempfindlichkeiten gegen Nüsse und Sojaprodukte hinzu, wird es schwieriger, sich durch körpereigene und durch Nahrung aufgenommene Glutamine gesund zu halten. Hochwertiges Glutamin mit der bio-identen L-Form als Nahrungsergänzung kann hier eine wertvolle Quelle für diese Aminosäure sein.

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